Wenn du eine Trailjacke auswählst, siehst du oft Zahlen wie 10K, 20K, 25K oder 50K. Sie wirken technisch, beantworten aber vor allem eine einfache Frage: Schützt dich die Jacke, ohne dich in eine Sauna zu verwandeln?
Beim Trail muss eine gute Jacke zwei Anforderungen gleichzeitig erfüllen: Regen und Wind abhalten und gleichzeitig deinen Schweiß entweichen lassen. Das ist das Gleichgewicht zwischen Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität.
So liest du diese Werte, verstehst den Unterschied zwischen wasserdicht und wasserabweisend und findest eine Jacke, die wirklich zu deinem Trail passt.
Warum sind diese Werte beim Trailrunning wichtig?
Beim Trailrunning bist du nicht statisch im Regen. Du steigst auf, schwitzt, steigst ab, verlangsamst, startest wieder. Eine Jacke, die gut vor Wasser schützt, aber schlecht atmet, wird schnell unangenehm, weil die Feuchtigkeit innen gefangen bleibt.
Im Gegensatz dazu kann eine sehr atmungsaktive, aber nicht wasserdichte Jacke bei leichtem Nieselregen ausreichen, zeigt aber schnell ihre Grenzen, sobald der Regen länger anhält oder du in den Bergen unterwegs bist.
Wasserdichtigkeit: Was bedeuten 10K, 20K oder 25K?
Wasserdichtigkeit misst, wie gut ein Material das Eindringen von Wasser verhindert. Sie wird oft in Millimetern Wassersäule angegeben, auch Schmerber genannt.
Konkret gilt: Je höher die Zahl, desto besser hält das Material dem Wasserdruck stand. Eine Jacke mit 10K bedeutet eine Wassersäule von 10.000 mm. Eine 20K-Jacke hält mehr aus und eignet sich besser für längeren, starken Regen oder Bergbedingungen.
Guter Schutz bei mäßigem Regen. Ausreichend für kurze Läufe oder weniger anspruchsvolles Wetter.
Sehr gutes Wasserdichtigkeitsniveau. Passender für lange Trails, Berge oder unsichere Wetterlagen.
Hoher Schutz für anspruchsvolle Bedingungen, anhaltenden Regen, Wind, Höhenlagen oder Pflichtausrüstung im Ultra.
Je länger und exponierter der Lauf, desto zuverlässiger muss die Wasserdichtigkeit sein.
Atmungsaktivität: das oft unterschätzte Kriterium
Atmungsaktivität beschreibt die Fähigkeit des Materials, den von deinem Körper produzierten Wasserdampf entweichen zu lassen. Einfach gesagt: Je besser deine Jacke atmet, desto weniger Feuchtigkeit sammelt sich innen an, wenn du schwitzt.
Das ist beim Trailrunning entscheidend, denn du kannst beim Aufstieg stark schwitzen und dich dann beim Abstieg oder auf einem exponierten Grat schnell abkühlen. Wenn deine Jacke zu viel Feuchtigkeit speichert, kannst du frieren, auch wenn kein Regen durchkommt.
MVTR, MVP, RET: Wie behält man den Überblick?
Marken verwenden verschiedene Messwerte. Am gebräuchlichsten sind MVTR oder MVP: Sie geben an, wie viel Wasserdampf der Stoff in 24 Stunden durchlässt. Je höher die Zahl, desto atmungsaktiver der Stoff.
Eine weitere häufige Messgröße ist der RET. Hier gilt: Je niedriger der RET, desto besser die Atmungsaktivität. Ein RET unter 6 steht meist für ein sehr gutes Atmungsniveau.
| Index | Was gemessen wird | Wie man es interpretiert |
|---|---|---|
| MVTR / MVP | Menge an Wasserdampf, die in 24 Stunden abgegeben wird | Je höher die Zahl, desto atmungsaktiver der Stoff |
| RET | Widerstand gegen Wasserdampfdurchgang | Je niedriger die Zahl, desto atmungsaktiver der Stoff |
| 50K | Sehr hohes Atmungsaktivitätsniveau | Für intensive Anstrengungen und lange aktive Einheiten geeignet |
Wasserdicht oder wasserabweisend: das ist nicht dasselbe
Ein wasserabweisendes Kleidungsstück lässt Wasser auf der Oberfläche abperlen. Das ist bei Nieselregen, kurzen Schauern oder wenn du die Feuchtigkeitsaufnahme begrenzen willst, nützlich. Aber allein wasserabweisender Stoff schützt nicht dauerhaft bei starkem Regen.
Eine wasserdichte Jacke verwendet meist eine Membran oder spezielle Konstruktion, um das Eindringen von Wasser zu verhindern. Das ist die beste Wahl, wenn du in den Bergen unterwegs bist, lange Läufe machst oder eine wasserdichte Jacke zur Pflichtausrüstung gehört.
Ausreichend bei leichtem Regen oder kurzen Läufen. Wasser perlt auf dem Stoff ab, aber der Schutz nimmt mit der Zeit und durch Waschen ab.
Entwickelt, um Regen länger abzuwehren. Ideal für lange Trails, Ultras, Bergläufe oder unsichere Wetterbedingungen.
Die MP+® Membran von Raidlight: Schutz, Atmungsaktivität und Windschutz
Bei Raidlight ist die MP+® Membran speziell für die Anforderungen des Trailrunnings entwickelt: Sie schützt vor Regen und Wind und lässt gleichzeitig die durch Anstrengung entstehende Feuchtigkeit entweichen.
Der Vorteil einer Membran wie MP+® liegt darin, bei wechselnden Bedingungen umfassenden Schutz zu bieten. Sie hilft, bei Regen trocken zu bleiben, reduziert die Auskühlung durch Wind und sorgt für Komfort bei wechselnder Intensität.
Konkretes Beispiel: Ultralight 3.0 MP+ Jacke
Für Trail- oder Ultra-Trail-Einsätze muss eine Jacke schützend sein, aber auch leicht und kompakt genug, um im Rucksack zu bleiben, ohne dich zu belasten. Sie sollte außerdem schnell übergezogen werden können, wenn sich das Wetter ändert.
Eine ultraleichte und kompakte Jacke mit MP+® 25K / 50K Membran. Sie vereint hohen Wasserschutz mit starker Atmungsaktivität, und der rucksackkompatible Saum bis 12 L erlaubt das Tragen über deinem Vest, ohne alles auszuziehen.
Wähle sie, wenn du eine leistungsstarke Jacke für lange Trails, Ultra, wechselhaftes Wetter oder Pflichtausrüstung suchst.
Jacke ansehenWelche Jacke passt zu deinem Einsatz?
Der benötigte Wasserdichtigkeits- und Atmungsaktivitätsgrad hängt direkt von deiner Tour ab. Bei kurzen Touren mit stabilem Wetter kannst du manchmal das Packmaß priorisieren. Bei langen Trails oder Bergläufen wird der Schutz deutlich wichtiger.
Priorität auf Leichtigkeit, einfaches Verstauen und ausreichenden Schutz bei eher mildem Wetter.
Priorität auf das Gleichgewicht zwischen Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität, da du Intensität, Pausen, Auf- und Abstiege wechselst.
Priorität auf Zuverlässigkeit, Membran, Gewicht, Packmaß und Kompatibilität mit deinem Rucksack.
Priorität hat der Schutz vor Regen, Wind und Auskühlung, auch wenn das Wetter am Start gut aussieht.
Typische Fehler, die du vermeiden solltest
Der erste Fehler ist, wasserabweisend mit wasserdicht zu verwechseln. Eine wasserabweisende Behandlung reicht bei leichtem Regen, ersetzt aber keine echte wasserdichte Jacke für Ultra oder Berg.
Der zweite Fehler ist, die Jacke nur nach ihrer Wasserdichtigkeit auszuwählen. Eine sehr schützende, aber wenig atmungsaktive Jacke wird unangenehm, sobald du intensiver läufst.
Der dritte Fehler ist, die Jacke vor dem Rennen nie zu testen. Du musst wissen, wie sie sich verstauen lässt, wie sie sich anzieht, wie sie mit deinem Rucksack funktioniert und ob sie auch beim Schwitzen bequem bleibt.
Kurz gesagt: Wie liest man die Werte einer Trailjacke richtig?
Wasserdichtigkeit zeigt, wie gut die Jacke Regen abhält. Atmungsaktivität gibt an, wie gut sie Feuchtigkeit vom Schwitzen nach außen transportiert. Im Trailrunning sind beide unverzichtbar.
Für engagiertes Trailrunning sorgt eine leistungsstarke Membran wie MP+® für das perfekte Gleichgewicht: Schutz vor Regen und Wind bei gleichzeitig guter Schweißableitung.
Bevor du dich entscheidest, denk immer an deinen tatsächlichen Einsatz: Dauer, Wetter, Höhe, Intensität, getragenen Rucksack und Rennregeln. Nur dieser Kontext zeigt dir, welchen Schutzlevel du wirklich brauchst.

